Therapiehund Magic mit Dr. Antje Mey

Spenden hochwillkommen

Vorfreude auf Klinikhund Magic

Spenden hochwillkommen: Wenn alles klappt, tritt Therapiehund Magic seinen Dienst im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) des Klinikums Braunschweig demnächst an.

Text: Sabrina Mandel
Fotos: Björn Petersen
Illustrationen: Lars Heppner/MMA, Ideas/iStockphoto.com

Magic, der neue Therapiehund im Sozialpädiatrischen Zentrum, hat sich mit Dr. Antje Mey bereits angefreundet. Gut so, denn sie ist sein neues Frauchen.

Nicht nur Menschen haben eine Persönlichkeit, auch Tiere unterscheiden sich in ihrem Wesen. Der neue Therapiehund Magic ist ein Australian Shepherd. „Bildhübsch, wach, aufgeweckt, etwas quirlig“, schwärmt Dr. Antje Mey. Die Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin sowie Neuropädiatrie leitet das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ). Sie weiß, dass ein gut ausgebildeter Therapiehund unterstützend wirkt – weil er für die jungen Patientinnen und Patienten da ist, ihnen Sicherheit gibt und ihnen die Angst vor Untersuchungen nimmt.

400 Trainingsstunden vor Arbeitsstart

Australian Shepherds sind, wie ihr englischer Name sagt, Hütehunde. Das heißt, sie lieben Aufgaben und sie mögen es, sich zu kümmern. Sie sind belastbar und lernen gern. Und genau darauf kommt es an. Denn Hunde, die im therapeutischen Kontext eingesetzt werden, durchlaufen eine aufwendige Ausbildung. Das war bereits bei Border Collie Nox so, dem Klinikhund am SPZ, den Magic ablösen soll. Der Vorgänger hatte 400 Trainingsstunden sowie Gesundheitschecks und Wesenstests absolviert. Der Australian Shepherd stammt aus demselben Hundezentrum. Wegen der intensiven Schulung dort kostet er 37 000 Euro. Ein Teilbetrag muss noch aufgebracht werden, es handelt sich um etwa 10 000 Euro. Dafür lässt sich gezielt spenden, nicht zuletzt auch wegen laufender Ausgaben etwa für Versicherungen.

Wer seinen privaten Vierbeiner liebt, kann es sich vielleicht nicht vorstellen, aber nicht jeder Hund ist als Therapiehund geboren.

Die letzten zwei Anwärter für die Nachfolge von Nox fielen durch: der erste wegen eines Hüftschadens und der zweite wegen eines ängstlich-defensiven Verhaltens. „Wenn ich eine ängstliche Patientin habe, ist ein vorsichtig-zurückhaltender Hund leider keine Hilfe“, erklärt Dr. Antje Mey.

Therapiehund Magic mit Patientin

Wie beruhigend: Bei der Untersuchung und der Behandlung von Kindern leistet ein Therapiehund wertvolle Unterstützung.

Bald schon wird Magic einziehen

Magic jedenfalls hat seine Grundausbildung in den Bereichen Gehorsam, Belastbarkeit und Stressmanagement gemeistert und auch den Gesundheitscheck, bei dem ein Ultraschall aller Organe und Röntgenaufnahmen von Hüften und Ellenbogen angefertigt werden, bestanden.

Er wurde in das Ausbildungsprogramm für Assistenzhunde aufgenommen und lernt derzeit, regungslos stillzuliegen, Kommandos via Augenzwinkern und Fingerschnipsen auszuführen und Hörzeichen zu befolgen, die über „Sitz“ und „Bleib“ hinausgehen.

Dr. Antje Mey: „Er war schon zur Probe bei uns und hat mit Nox gearbeitet, die beiden verstehen sich super.“ Als Magic bei seinem ersten Schnuppertag da war, kam es zu einem Zwischenfall: Ein Mädchen kollabierte bei der Blutentnahme und wurde bewusstlos. „Magic hat sofort registriert, dass diese Situation nicht in Ordnung ist. Er hat mir immer wieder zu verstehen gegeben, dass ich handeln muss. Das war sehr beeindruckend“, betont die Ärztin. „Es war der Moment, in dem wir wussten: Magic gehört zu uns ins SPZ.“

Sein Job wird anspruchsvoll, keine Frage. Dr. Antje Mey: „Vor allem das lange Stillliegen ist für lebhafte Hunde eine Herausforderung. Bei uns ist das aber immens wichtig: Wenn wir ein EEG zur Aufzeichnung der elektrischen Ströme im Gehirn anfertigen, sollen die Kinder zur Ruhe finden, sich entspannen und bestenfalls sogar einschlafen. Mit Nox jedenfalls hat das super funktioniert. „Er weiß genau, was er machen muss: einmal dicht ankuscheln und liegen bleiben.“ Auch beim Blutabnehmen sei Nox die Ruhe selbst, was sich auf die jungen Patientinnen und Patienten übertrage. Bei Kindern mit ADHS platziere er sich häufig wie eine Beschwerungsdecke, Herz an Herz sorge er so für Friedlichkeit und Sicherheit.

Magic soll nun der neue Garant sein, dass Nox endlich in den wohlverdienten Ruhestand gehen kann. Immerhin ist der inzwischen zwölfjährige Therapiehund seit 2015 am Sozialpädiatrischen Zentrum tätig. Inzwischen sei er ein bisschen langsamer geworden und lege häufiger mal ein Nickerchen ein, erzählt sein Frauchen. Dr. Antje Mey ist überzeugt davon, dass ihr Magic genauso ans Herz wachsen wird. Sie freut sich sehr auf ihren neuen Kollegen, der wie Nox auch bei ihr zu Hause einziehen darf: „Magic hat seine Assistenzhundprüfung im November, und wenn alles gutgeht, kommt er dann im Dezember zu uns.“

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Bitte um Spenden

Damit die Kinder und Jugendlichen im SPZ weiterhin einen vierbeinigen Seelentröster an ihrer Seite haben, braucht es finanzielle Mittel: Die Kosten für die Anschaffung von Therapiehund Magic belaufen sich auf 37 000 Euro, er wird einmal jährlich einem Wesenstest unterzogen und benötigt eine Kranken- und eine OP-Versicherung.

Sie möchten den Einzug von Magic unterstützen? Dr. Antje Mey und ihr Team freuen sich über jeden Beitrag.

Spendenkonto:
Städtisches Klinikum Braunschweig
IBAN: DE57 2505 0000 0201 4590 47
Verwendungszweck: Therapiehund Magic

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