Puls – Das Magazin für Gesundheitsinteressierte | Ausgabe 01/2022

Im Pflegepool: Hier sind Allrounder gefragt

Jeden Tag auf einer anderen Station einzuspringen ist nichts für Leute, die Routine mögen. Aber genau das Richtige für Fachkräfte, die ihren Dienstplan gerne selbst schreiben – und die sehr flexibel sind.

Autorin: Margot Dankwerth

Katja Heuer hat sich vor zehn Jahren sehr bewusst entschieden, für den Pflegepool tätig zu sein. Der Pflegepool ist eine Abteilung am Klinikum Braunschweig, die Ersatz besorgt, wenn auf einer Station plötzlich durch Krankheitsausfall eine Pflegekraft fehlt. Als Teil dieses Teams arbeitet sie als 50-Prozent-Kraft fast jeden Tag in einem anderen Bereich. Heute hat die Pflegefachfrau frei und gegen 11 Uhr per E-Mail erfahren, wo sie morgen gebraucht wird: „Auf der IMC-Station. Die gehört zur medizinischen Intensivstation, dort liegen Patientinnen und Patienten, die sehr genau überwacht werden müssen, zum Beispiel nach einer Herzkatheteruntersuchung oder weil sie viele Medikamente über die Vene bekommen. Diese engmaschige Kontrolle ist auf normalen Stationen oft nicht leistbar. Ich kenne die Abteilung, da war ich schon öfter.“ Morgen wird sie dann eine weitere E-Mail über den nächsten Einsatzort informieren. Das kann die Chirurgie sein, die Frauenklinik, eine HNO-Station …

Arbeitszeit im Pflegepool planen

Für die 46-jährige Mutter von zwei Teenagern (15 und 17) aus Meinersen ist ihre Tätigkeit im Pflegepool das optimale Arbeitsmodell, denn sie schreibt ihren Dienstplan selbst. Immer drei Monate im Voraus. „Der Pool gibt mir Freiheit! Ich habe mich der Kinder wegen für zehn bis elf Tage im Monat und für den Frühdienst von 6 bis 14 Uhr entschieden. Andere Kolleginnen – wir haben auch zwei Kollegen – arbeiten beispielsweise vier Tage oder nur ein Wochenende im Monat. Dienstplan und Urlaub gestalten alle so, wie es ihnen passt.“ Strittige Termine werden einvernehmlich im Team geklärt.

Perfekter Wiedereinstieg in den Beruf

Traumjob Pflegepool? Sicher nicht für alle, aber perfekt für eine Wiedereinsteigerin wie Katja Heuer nach der Babypause. „Ich bin seit 1996 im Klinikum Braunschweig, hatte zuletzt eine volle Stelle auf der medizinischen Intensivstation. 2004 ging ich in Elternzeit, und als ich 2011 zurück in den Job wollte, war zum Glück gerade der Pflegepool entstanden. Er gab mir die Möglichkeit, in Absprache mit meiner Familie die Dienste so zu planen, dass immer jemand für die Kinder da war.“

Arbeit im Pflegepool ist eine Typfrage

Rund 20 Pflegekräfte sind heute im Pool. „Viel zu wenige“, sagt Katja Heuer, „wir hätten Einsätze für die doppelte Menge.“ Sie kann sich an keinen Tag erinnern, an dem nicht Unterstützung angefragt wurde. Wer an welchem Platz arbeitet, sieht sie auch als Typfrage: Sie vermutet, dass viele Kolleginnen und Kollegen ein festes Team und die Routine einer festen Station der Freiheit als Springerin oder Springer im Pool vorziehen.

Katja Heuer hingegen schaut eher auf die Vorteile: „Der Frühdienst ist ja auf jeder Station ähnlich: Morgenrunde, Vitalzeichenkontrolle, Körperpflege, Verbände wechseln oder Infusionen verteilen, dann Frühstück – mir macht es einfach Spaß, immer wieder mit anderen Teams zusammenzuarbeiten.“

Freizeit als Ausgleich

Ihr Ausgleich zum Job? „Jeden Montagabend tanzen! Mein Mann Thomas und ich machen seit drei Jahren mit befreundeten Paaren einen Kursus. Einfach herrlich – nur Spaß haben. Foxtrott und Boogie lieben wir besonders.“

Wenn die Kinder aus dem Haus sind, möchte Katja Heuer eventuell auch noch Spätdienste übernehmen. „Aber ich bleibe auf jeden Fall im Pool. Die Arbeitsweise dort entspricht genau meinen Bedürfnissen.“

Pflegefachkräfte (m/w/d)

Sie haben eine abgeschlossene Ausbildung in einem Pflegeberuf? Dann suchen wir Sie für den Pflegepool oder für viele weitere Fachbereiche. Bewerben Sie sich!

VORAUSSETZUNGEN Abgeschlossene Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Altenpflege oder die deutsche Berufsanerkennung ausländischer Abschlüsse; interdisziplinäre Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams; eigenverantwortliches, selbstständiges Arbeiten; professionelles Team-/Kommunikationsverhalten

KARRIERE Entgeltgruppe P7 TVöD in Teilzeit oder Vollzeit; bedarfsorientierte sowie strukturierte Einarbeitung; umfangreiche Weiterbildungsangebote am hauseigenen Institut für Weiterbildung

ARBEITGEBER Das Klinikum Braunschweig als Maximal­versorger bietet neben fachlicher Vielfalt diverse Benefits, zum Beispiel Betriebskita, Jobticket, Hilfen bei sozialen Fragen, Employee Happiness Managerin

FRAGEN ODER GLEICH BEWERBEN!
Ina Wegner
Telefon (0531) 595-1388

und

Diana Zergiebel
Telefon (0531) 595-1680

geben gern weitere Auskünfte.

2022-03-18T11:58:15+01:00
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